
 Judith
Bauer
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Bauer Sopranistin | 
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| Leipziger
Volkszeitung vom 2.10.2000 Matinee im Mendelssohn-Haus:
Allen Demagogen zum Trotz - die Musik des Komponisten lebt Tatsächlich,
antisemitische Vorbehalte musste Felix
Mendelssohn Bartholdy auch als Gewandhauskapellmeister in einer Leipziger
Zeitung über sich ergehen lassen. Doch die heftigen Angriffe auf den von
den meisten Leipziger Musikliebhabern gefeierten Komponisten, Dirigenten und Musikorganisators
begannen erst nach seinem Tod in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Ihren schlimm-fatalen Höhepunkt erreichten sie mit dem Verbot der Musik Mendelssohns
in Hitler-Deutschland und der Zerstörung des Denkmals vor dem "zweiten"
Gewandhaus in Leipzig. Rainer Hauptmann, Gründer, Dramaturg und künstlerischer
Leiter des kulturellen Netzwerkes "Die
Cavallerotti" in Frankfurt a. M., trug in der Matinee "Diese
Musik wurde ermordet" im Mendelssohn-Haus sachlich und beweiskräftig
Fakten vor. Dabei hatte er zuletzt das ebenfalls beschämende Kapitel "Die
Jahre 1945-1997" zu beleuchten. Es zeigt die pseudomusikwissenschaftlichen
Demagogen des braunen Reiches in den alten Bundesländern weiter ungehindert
in Musikgeschichten und Lehrbüchern am Wirken - im Gegensatz zu Georg Kneplers
fundiertem Mendelssohn-Bild in der "Musikgeschichte des XIX. Jahrhunderts"
(Henschel-Verlag Berlin, 1961/62) und der Mendelssohn-Pflege vor allem des Leipziger
Gewandhauses, besonders unter Masur. Junge Künstler der Frankfurter "Cavallerottis",
Judith
Bauer (Sopran), Sandra Fathali (Mezzosopran), Stephan Volkheimer (Bass),
Tibor Stettin und Alexandra Kalbe (Klavier) boten an diesem anregenden Vormittag
mit großer innerer Bewegtheit und starkem Ausdruck Lieder, Duette und Klavierstücke
Mendelssohns, die auch während der braunen Jahre nicht zu ermorden waren:
Weil sie dem Verbot zum Trotz in der deutschen Musikkultur fest verwurzelt sind
und aus der Hausmusik nicht verbannt werden konnten. Werner Wolf
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 Judith
Bauer | Leipziger
Volkszeitung vom 29.09.2000 Sonntagsmusik
im Leipziger Mendelssohn-Haus:
Gegen Demagogen-Nachlass Den
nahe liegendsten Veranstaltungsort hat sich das Kulturnetzwerk "Die
Cavallerotti e. V." aus Frankfurt am Main für sein Programm
"'Diese Musik wurde ermordet!' Felix
Mendelssohn Bartholdy: Leben und Werk im Lichte antisemitisch-musikwissenschaftlicher
Demagogie" ausgesucht. Im Mendelssohn-Haus in der Goldschmidtstraße
erinnert die Kulturkooperative am kommenden Sonntag ab 11 Uhr an den in Leipzig
von 1835 bis 1847 lebenden und tätigen Komponisten und Gewandhauskapellmeister,
der Jüdischen Glaubens war. "Deshalb sind Person und Werk Mendelssohns
auch heute noch immer den Nachwirkungen zwiespältiger Einschätzungen
unterworfen", sagt Rainer Hauptmann von "Die Cavallerotti". Ab
Mitte des 19. Jahrhunderts heftete chauvinistisches Gerede vom "Judenthum
in der Musik" Mendelssohns Werken den Ruf von Glätte, perfektionistischer
Kälte und leerer Formelhaftigkeit an. Unter nationalsozialistischer Diktatur
durfte seine Musik gar nicht mehr zur Aufführung gebracht werden. Neben
musikhistorischen Darlegungen werden die Kompositionen Duette
op. 63, Solo-Lieder der Geschwister Mendelssohn und das Rondo capriccioso
E-Dur op. 14 dargeboten. Die Ausführenden
sind Absolventen und Studenten im Fach Gesang und Klavier der Musikhochschule
Frankfurt am Main sowie Gesangspädagogen der Frankfurter Oper. r.
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 Judith
Bauer | Frankfurter
Allgemeine Zeitung (FAZ) vom 14.12.1998 "Ambitio"-Kulturfestival
im Tattersall Wiesbaden tr. WIESBADEN.
Ein Festival über verschiedene Aspekte der Jugendkultur vom Theater über
Bands, Kammermusik bis hin zu Graffiti und Partys findet von morgen bis Freitag
im Großen Tattersall an der Lehrstraße statt. Veranstaltet wird es
vom Wiesbadener Jugendkulturverein "Ambitio". Zum Auftakt wird morgen
um 19.30 Uhr die Foto- und Videodokumentation "Urban Design" von Manuel
Gerullis und Bruno Bernhard eröffnet. Das Programm umfaßt auch die
Wiederholung des kammermusikalischen Themenabends "Diese Musik wurde ermordet.
Felix
Mendelssohn Bartholdy: Komponist und Werk als Opfer antisemitisch-musikwissenschaftlicher
Demagogie". Für Mittwoch, 11 Uhr, lädt "Ambitio" zu einem
Informationsgespräch über seine Ziele und Vorstellungen für einen
Jugend- und Kulturverein sowie über geplante Projekte ein. Am Abend stellt
der Schauspieler Peter Lehmann seinen Monolog "Der Bataraz" nach dem
gleichnamigen Roman von Mauricio Rosenhof vor. Anschließend ist eine Diskussion
mit Künstlern und Zeitzeugen der chilenischen Diktatur unter Pinochet vorgesehen.
"Tierisch allzu Menschliches" nennt der Kabarettist Konrad Jürgen
Kleinicke sein Programm, das er am Donnerstag um 11 Uhr vorstellt. Am selben Tag
beginnt um 20 Uhr der Mendelssohn-Bartholdy-Abend. Solisten des Gedenkkonzerts
sind neben dem Referenten Rainer Hauptmann Judith
Bauer (Sopran), Judith Reichenbach (Mezzosporan), Stephan Volkheimer (Baß)
sowie Tibor Stettin (Klavier) und Alexandra Kalbe (Cello). "Kein Geld für
Kultur" heißt ein Frühstücksgespräch tags darauf um
11 Uhr im Tattersall. Mit Wiesbadener Künstlern und Kulturschaffenden diskutieren
Kulturdezernent Peter Riedle, Günther Gablenz vom Kulturausschuß, Markus
Quiring von der Künstlervereinigung Kulturschmiede und andere. Eine Abschlußparty
mit Live-Bandsund DJs beendet am Freitag von 20 Uhr an das Jugendfestival. Die
"Urban Design"-Schau, die auch Graffiti, "Spray Can Art" und
"Mobilien" vorstellt, ist bis zum 18. Dezember täglich von 5 bis
18 Uhr im Tattersall geöffnet.
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 Judith
Bauer | Wiesbadener
Tagblatt vom 8.12.1998 Verschiedene Ansätze
vereinen:
"Ambitio" veranstaltet eine "Kleine
Kulturwoche im Großen Tattersall"
rg.
- Mit einem kontrastreichen kulturellen Angebot beendet die Wiesbadener Jugend-und
Kulturvereinigung Ambitio unter dem Titel "Kleine Kulturwoche im Großen
Tattersall" ihr erstes Wirkungsjahr. Die Veranstalter wollen damit die Brücke
zwischen unterschiedlichen kulturellen Ansätzen schlagen, um sie gleichberechtigt
nebeneinander zu stellen und ihre Vereinbarkeit unter Beweis zu stellen. Begonnen
wird am Dienstag, 15. Dezember, um 19.30 Uhr mit einer SprayCanArt- und Mobilienausstellung
"Urban Design". Ausgestellt werden Werke der Wiesbadener Künstler
Manuel Gerullis und Bruno Bernhard. Beide erkennen ein gesellschaftlich steigendes
Bewußtsein für Licht und Farben, die "auf emotionaler, mentaler
und physischer Ebene" wirken. Internationale bis lokale Strömungen dieser
Kunstrichtung sind Thema der begleitenden Photo- und Videodokumentation. Den
Vormittag des 16. Dezembers nutzt Ambitio ab 11 Uhr für ein Informationsfrühstück
mit Fragen und Gesprächen über Intentionen und Projekte des Verbandes.
Am Abend tritt der international renommierte deutsch-chilenische Schauspieler
Peter Lehmann um 20 Uhr mit seiner Theaterfassung des Romans "Der Bataraz"
von Mauricio Rosenhof auf. Auf eindringliche Weise wird das Schicksal eines politischen
Gefangenen unter der Diktatur Pinochets thematisiert. Im Anschluß an die
Aufführung ist ein Austausch mit Zeitzeugen zur chilenischen Diktatur vorgesehen.
Die Einnahmen aus der Veranstaltung sind für die Flutkatastrophenopfer in
0cotal/Nicaragua vorgesehen. Konrad-Jürgen Kleinicke präsentiert
am Donnerstag, 17. Dezember, um 11 Uhr in einem "Kabarett am Vormittag"
sein Programm "Tierisch allzu Menschliches". Geboten werden "Vergnügliche
Nachdenklichkeiten" mit Texten prominenter Autoren sowie Chansons und eigenen
Improvisationen. Der Abend ist ab 20 Uhr dem Komponisten Felix
Mendelssohn Bartholdy gewidmet. In einem musikhistorischen Vortrag von
Rainer Hauptmann und einem Konzertteil mit jungen
Musikern der Region werden Werk und Person im Lichte antisemitisch-musikwissenschaftlicher
Demagogie" beleuchtet. Am folgenden Freitag, 18. Dezember stehen Wiesbadener
Politiker Rede und Antwort zu der Frage "Kein Geld für Kultur?".
Neben verschiedenen Akteuren der Wiesbadener Kulturszene haben Kulturdezernent
Peter J. Riedle und der SPD-Vertreter im Kulturausschuß, Günther Gablenz.
ihre Teilnahme zugesagt. Angefragt wurde auch die Kandidatin der Grünen für
das Kulturressort, Rita Thies. Die Programmreihe endet um 20 Uhr mit einer
Abschlußparty "Nightmare before Christmas", die gemeinsam mit
der Jugendausbildungsgruppe des Vereins "Hilfe für Kinder und Jugendliche"
durchgeführt wird.
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